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Sonntag, 06. Juli 2008

LKW-Fahrertraining für Einsatzkräfte

15 Einsatzkräfte absolvierten am Sonntag Vormittag unter der Leitung der Gerätewarte Ralf Fischer und Torsten Tegethoff ein dreistündiges Fahrertraining auf dem Stadtbruch.

Die Idee, ein Fahrertraining für die LKW-Fahrer der Feuerwehr Volkmarsen durchzuführen, kam Gerätewart Ralf Fischer bereits Anfang diesen Jahres: Die Feuerwehr war bei einem Einsatz in der Altstadt. Hier mussten die Fahrer der Einsatzfahrzeuge ihr ganzes Können zeigen: der Weg für die Feuerwehr war durch die enge Bebauung und am Straßenrand geparkten Fahrzeuge äußerst eng. "Im Internet habe ich dann Unterlagen über ein Fahrertraining der Bayrischen Landesfeuerwehrschule gefunden" berichtet Ralf Fischer, der sich umgehend weitere Unterlagen von den süddeutschen Kameraden zuschicken ließ.

Das Fahrertraining beeinhaltete zunächst einen theoretischen Teil, der bereits am Donnerstag Abend stattfand. Für den heutigen Übungssonntag hatten die beiden Gerätewarte auf dem Stadtbruch einen Parcours mit 8 Stationen aufgebaut. Die Teilnehmer wurden in drei Teams eingeteilt, die Anweisungen kamen über Funk.

An der ersten Station mussten die Fahrer das Fahrzeug übernehmen und einen Fahrtüchtigkeits- und Sicherheitscheck durchführen. Unter anderem mussten Ölstand und Luftdruck überprüft werden. Wichtig war auch die Überprüfung der Brems-, Licht- und Signalanlagen der Einsatzfahrzeuge.

An Station 2 sollten die Fahrer den Bremsweg ihres Fahrzeugs bei einer Geschwindigkeit von 30km/h einschätzen. Viele Punkte gab es für die Fahrer, die möglichst knapp vor der Absperrung zum stehen kamen, keine Punkte hingegen, wenn die Pillonen berührt wurden.

Vorwärts und rückwärts Slalom-Fahren war die Aufgabe für die Teilnehmer an Station 3 mit anschließendem rückwärts einparken in eine enge Einfahrt aus rechtem Winkel an Station 4. Hier ging es nebenbei auch darum, die Länge des Fahrzeugs richtig einzuschätzen. Dazu war die Einfahrt durch Pillonen begrenzt und es galt, das Fahrzeug ohne Einweiser möglichst nah vor dieser Absperrung abzustellen.

Weiter ging es durch die Station 5, in der das Fahren in engen verkehrsberuhigten Zonen mit Überqueren von Bodenschwellen bzw. Schlauchbrücken geübt wurde. Außerdem war hier ein Fahrstreifenwechsel durchzuführen und im Anschluss an Station 6 rückwärts möglichst dicht an eine Bordsteinkante heranzufahren.

Die schwierigste Station war die Station 7, an der enge und mit Fahrzeugen zugeparkte Gassen simuliert wurden. Zunächst ging es vorwärts durch den engen Slalom-Parcours, anschließend war das Programm rückwärts zu absolvieren: Für die Fahrer keine einfache Aufgabe, die nicht nur viel Geschicklichkeit erforderte, sondern auch hohe Ansprüche an die Zusammenarbeit zwischen Fahrer und Einweiser und an das Vertrauen des Fahrers zum Einweiser stellte, denn die Spiegel der Fahrzeuge wurde eingeklappt, der Fahrer richtete seinen Blick ausschließlich auf den Einweiser. 

An der letzten Station mussten die Fahrer die eigene Fahrzeughöhe unter besonderer Beachtung der Dachbeladung einschätzen. Dazu wurde eine Querlatte soweit abgesenkt, bis der Fahrer der Meinung war, er komme gerade noch hindurch ohne die Latte zu streifen. Hier wurde der Abstand zwischen der höchsten Stelle des Fahrzeugs und der Dachlatte gemessen.

Die Teams wechselten durch alle drei LKW durch, um die unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge mit unterschiedlichen Maßen und Fahreigenschaften kennenzulernen. Außerdem konnte der Parcours noch mit dem VW-Transporter und Anhänger durchfahren werden. "Viel gelernt und sicherer geworden" fasste ein Teilnehmer den Erfolg des heutigen Trainings zusammen.

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