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Samstag, 13. März 2010

Brandschutz in Volkmarsen trocknet NICHT aus

Feuerwehr Volkmarsen trotzt dem allgemeinen Trend rückläufiger Mitglieder in den Einsatzabteilungen und erfreut sich stattdessen steigender Mitgliederzahlen.

Während die meisten Feuerwehren rückläufige Mitgliederzahlen zu verzeichnen haben und man in den Zeitungen zu Jahresbeginn regelmäßig Überschriften liest wie "Trocknet der Brandschutz aus?" trotzen die Volkmarser Brandschützer diesem Trend und verzeichnen sowohl bei den aktiven als auch bei den passiven Mitgliedern steigende Zahlen. Selbst nach Bereinigung der Statistiken um "nicht regelmäßig am Dienst teilnehmende Aktive" können die Volkmarser Brandschützer eine stolze Zahl von 60 aktiven Einsatzkräften ausweisen.

Einsatzbereitschaft und Kameradschaft harmonieren

Eine Zahl auf die auch Volkmarsens alter und neuer Bürgermeister Hartmut Linnekugel stolz ist. Er bedankte sich bei den ehrenamtlichen Brandschützern und den Vereinsmitgliedern der Feuerwehrkameradschaft Volkmarsen e.V. für "das was hier hervorragend funktioniert" und bringt die Erfolgsstory der Volkmarser Wehr auf den Punkt: "Einsatzbereitschaft und Kameradschaft harmonieren".

Was darunter zu verstehen ist, hatten zuvor der 1. Vorsitzende Rolf Schümmelfeder und Wehrführer Martin Schmand in ihren Jahresberichten ausführlich erläutert: Eine Mischung aus

  • aktiver Feuerwehrarbeit mit Einsätzen, Wettkämpfen und feuerwehrtechnischer Aus- und Weiterbildung bei Lehrgängen, bei Übungsabenden am Standort, beim Fahrertraining für LKW-Fahrer, bei Streckendurchgängen für Atemschutzgeräteträger oder bei Großübungen wie dem Zirkeltraining im Landkreis Kassel
  • umfangreicher allgemeiner Vereinsarbeit wie sportliche Betätigung für die Fitness im Einsatzdienst oder gesellige Veranstaltungen von Feuerwehrkarneval über das Feuerwehrfest, den Familientag und Vereinsfahrten bis hin zur Weihnachtsfeier oder der Jahresabschlusswanderung und
  • Einbindung in das kulturelle Volkmarser Geschehen durch Verkehrssicherungsdienste bei Festen, Prozessionen, politischen Großveranstaltungen und Martinszügen, Vorführungen und Ausstellungen beim Stadtfest oder der Gewerbeschau und Teilnahme an verschiedenen Festumzügen

Grundpfeiler Jugendarbeit

Ein wesentlicher Grundpfleiler für eine gute Feuerwehr- und Vereinsarbeit ist eine gute Jugendarbeit, über die Jugendfeuerwehrwart Johannes Hänle berichtet: Er führt eine hoch motivierte leistungsstarke Truppe von 18 Jungen und 4 Mädchen, die die Zukunft der Volkmarser Feuerwehr sichern. Eine Zukunft, auf die man sich verlassen kann, denn die Kinder und Jugendlichen sind bereits heute äußerst erfolgreich: nicht nur bei den Stadtknotenwettkämpfen gingen der erste Platz sowohl in der Einzel- als auch in der Gruppenwertung an die Volkmarser Jugendlichen, auch bei den Wettkämpfen um den Stadtpokal konnten die Volkmarser die begehrte Trophäe mit nach Hause bringen - zum 4.mal in Folge. Und nicht nur das: die zweite Gruppe der Volkmarser Jugendfeuerwehr belegte hier bei einem Durchschnittsalter von unter 12 Jahren den zweiten Platz.

Natürlich kommt auch bei den Jüngsten neben der feuerwehrtechnischen Jugendarbeit mit theoretischer und praktischer Ausbildung oder Berufsfeuerwehrwochenende die allgemeine Vereinsarbeit nicht zu kurz: Schwimmbadbesuche, Jugendzeltlager und Weihnachtsfeier stehen hier natürlich auch auf dem Programm. Und für das kommende Jahr ist eine Fahrt in einen Freizeitpark geplant.

Weniger Brandeinsätze, mehr Hilfeleistungen und Fehlalarme

Das Ergebnis der guten Jugendarbeit hat sich auch in diesem Jahr wieder gezeigt: mit Tobias Henkelmann und Florian Schmand konnten erneut zwei Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen werden, so dass die Zahl der aktiven Mitglieder bei vier weiteren Neueintritten die 60 erreicht hat. 60 ehrenamtliche Einsatzkräfte, die im vergangenen Jahr 49 Einsätze zu absolvieren hatten. Die Zahl der Brandeinsätze nimmt dabei allerdings deutlich an Bedeutung ab, zu Hilfeleistungen und Fehlalarmen, die meist durch die drei Volkmarser Brandmeldeanlagen bei der Fa. Henkelmann, im Haus Kugelsburg oder im St. Elisabeth Krankenhaus ausgelöst wurden, mussten die Volkmarser Brandschützer häufiger ausrücken.

Passive Mitglieder unterstützen Einsatzabteilung

"Jeder Verein lebt von Menschen, die sich in irgendeiner Form mit einbringen", richtet Rolf Schümmelfeder seinen Dank an die fast 100 anwesenden Mitglieder. Bei 16 Neueintritten im Jahr 2009 zählt der Feuerwehrverein nun 373 Mitglieder. Die Feuerwehrkameradschaft Volkmarsen e.V. fördert und unterstützt die Einsatzabteilung und finanziert teilweise deren technische Ausstattung. Im Jahr 2008 hat der Verein u.a. für das HTLF 16 die reflektierende Sicherheitsbeklebung sowie für die Pumpe eine "Automatische Wasserzuführungs-Regulierung" finanziert, eine Leinwand für die theoretische Ausbildung angeschafft sowie Anzüge und Strickjacken für die Einsatzabteilung gekauft. Über ihren Jahresbeitrag von 10 EUR tragen die passiven Mitglieder damit einen Teil zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft bei. Einige helfen darüber hinaus beim Sommerfest oder backen ein Kuchen für das Kuchenbuffet, andere stehen beim Feuerwehrkarneval mit auf der Bühne oder helfen bei den Vorbereitungen.

Satzungsänderungen, Beförderungen und Ehrungen

Einstimmig hat die Versammlung eine Satzungsänderung beschlossen, nach der neben einigen kleinen Änderungen nicht mehr wie bisher jedes Mitglied mit Vollendung des 70. Lebensjahres zum Ehrenmitglied wird. Diese Auszeichnung soll Feuerwehrangehörigen mit besonderen Verdiensten vorbehalten bleiben.

Für 25 jährige Vereinsmitgliedschaft wurden Berthold Kremper und Reinhold Liese geehrt.

Für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr wurde Lothar Dörr (in Abwesenheit) mit der Plakette des Kurhessisch Waldeckischen Feuerwehrverbandes in Bronze ausgezeichnet, Ferdinand Blume und Franz-Josef Riehl erhielten für 40 Jahre aktiven Dienst die Auszeichnung in Silber.

Mit dem Hessischen Leistungsabzeichen für mehrfache erfolgreiche Teilnahme an der Feuerwehrleistungsübung wurden Kai Fischer (Eisen), Matthias Riehl (Bronze), Benjamin Fischer und Johannes Hänle (beide Silber) ausgezeichnet.

Tanja Friedrich wurde zur Feuerwehrfrau, Rene Bornscheuer und Tobias Henkelmann zum Feuerwehrmann,  Michaela Schmand zur Oberfeuerwehrfrau,  Manuel Burk zum Löschmeister sowie Andreas Flore, Alexander Frei, Johannes Hänle und Torsten Tegethoff zum Oberlöschmeister befördert. Sven Büsse wurde zum Brandmeister befördert.


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